Pannenhilfe - lohnt sich der Schutzbrief?
Foto: stux / Pixabay

Deine Kfz-Versicherung bietet dir einen Schutzbrief an? Oder du suchst eine günstige Alternative zum Automobilclub? Hier erfährst du ob sich der Schutzbrief für dich lohnt.

Wozu gibt es den Schutzbrief?

Den Schutzbrief kannst du zu deiner Kfz-Versicherung separat hinzubuchen. Er bietet dir Hilfe bei Pannen oder Unfällen, ähnlich wie in einem Automobilclub. Sollte dein Fahrzeug also einmal nicht mehr fahrbereit sein, egal aus welchem Grund, bekommst du kostenlose Pannenhilfe.

Was kostet ein Schutzbrief?

Das hängt von mehreren Faktoren ab. Je nach Versicherung und Tarif und je nach Fahrzeugmodell und Fahrzeugalter gibt es unterschiedliche Beiträge. Die Preise für einen Schutzbrief liegen meist zwischen 6€ und 35€ im Jahr.

Welche Leistungen bietet ein Schutzbrief?

Die Hauptaufgabe des Schutzbriefes ist die Unfall- und Pannenhilfe. Einmal abgeschlossen, bekommst du von deiner Versicherung eine Telefonnummer die 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr erreichbar ist. Sollte dein Fahrzeug einmal nicht mehr fahrbereit sein, wird dir über die Hotline eine Pannenhilfe organisiert.

Welche Leistungen konkret und in welchem Umfang versichert sind, hängt von der Versicherung und dem jeweiligen Tarif ab. Meist sind die Leistungen gedeckelt. Einige Versicherungen zahlen für die Pannenhilfe vor Ort oder das Abschleppen maximal 150€, andere zahlen deutlich mehr oder unbegrenzt für das Abschleppen zur nächsten geeigneten Werkstatt. Darüber hinaus bieten fast alle Tarife eine Vielzahl von zusätzlichen Leistungen wie z.B. Heimfahrten mit dem Taxi oder der Bahn, Hotel-Übernachtungen, Krankenrücktransporte oder sogar Hilfen im Ausland. Meist sind diese Leistungen an zusätzliche Bedingungen geknüpft wie z.B. eine Entfernung von mindestens 50km zum Wohnort oder nur bei Auslandsaufenthalten. Die genauen Bedingungen erfährst du von deinem Versicherer.

Was übernimmt der Schutzbrief nicht?

Der Schutzbrief sorgt für eine Pannenhilfe vor Ort oder das Abschleppen des Fahrzeuges. Fahrzeugdefekte, die sich vor Ort nicht mit einfachen Mitteln lösen lassen, werden grundsätzlich nicht übernommen. Bei einem kaputten Motor wird also nur das Abschleppen zur Werkstatt bezahlt, nicht die Reparatur.

Ist ein Schutzbrief sinnvoll?

Zunächst solltest du prüfen, ob du Mitglied in einen Automobilclub wie dem ADAC oder dem AVD bist. Die Automobilclubs bieten in der Regel sehr umfangreiche Leistungen die dem Schutzbrief deines Versicherers ähneln. Ebenso wie eine eventuelle Mobilitätsgarantie deiner Automarke oder deiner Werkstatt. In beiden Fällen ist die einfache Pannenhilfe in Deutschland bereits abgedeckt. Welche weiteren Leistungen versichert sind, solltest du dir einmal genauer durchlesen. Insbesondere falls du Auslandsfahrten planst.

Hast du keine Mobilitätsgarantie und bist in keinem Automobilclub? Dann kann der Schutzbrief deiner Kfz-Versicherung eine günstige Alternative sein. Insbesondere bei älteren Fahrzeugen und längeren Fahrten empfiehlt es sich einen Schutzbrief abzuschließen. Das Risiko einer Panne mit unangenehmen Folgen ist hier deutlich höher als mit einem neueren Fahrzeug und Fahrten in der Wohnortnähe.

Musstest du schon einmal einen Schutzbrief in Anspruch nehmen?
Schreibe deine Erfahrungen in die Kommentare.

Hinterlasse einen Kommentar.

Bitte gib deinen Kommentar ein
Bitte gib deinen Namen hier ein