Fahrerschutz
Foto: Rico_Loeb / Pixabay

Lohnt sich ein Fahrerschutz in der Kfz-Versicherung? Was versichert ist, wer es braucht und ob der Fahrerschutz sinnvoll ist, erfährst du in diesem Beitrag.

Fahrer sind bei einem Unfall nicht versichert!

Wer ein Fahrzeug lenkt und dabei selbst einen Unfall verursacht, der bekommt keine Leistung über die gesetzliche Kfz-Haftpflichtversicherung. Zwar übernimmt die Krankenversicherung des Fahrers die Heilbehandlungskosten, aber darüber hinaus sind Leistungen wie Schmerzensgeld, längerer Verdienstausfall, Haushaltshilfen oder behindertengerechte Umbauten nicht abgedeckt. Der Fahrer ist also schlechter gestellt als seine Insassen, die über die Kfz-Haftpflicht des Halters entschädigt werden. Um diese Lücke zu schließen, gibt es den Fahrerschutz.

Was ist der Fahrerschutz?

Der Fahrerschutz, auch Fahrerunfallversicherung genannt, versichert den Fahrer bei einem selbst verursachten Unfall im Straßenverkehr und kommt für die Leistungen auf, die sonst die gesetzliche Kfz-Haftpflicht bei Fremdverschulden übernehmen würde. Der Fahrerschutz beschränkt sich, anders als eine Unfallversicherung, auf Unfälle während der Fahrt.

Wie kann man einen Fahrerschutz vereinbaren?

Der Fahrerschutz ist ein zusätzlicher Baustein, der sich meist zur bestehenden Kfz-Versicherung hinzubuchen lässt.

Wie viel kostet der Fahrerschutz?

Die Kosten sind abhängig von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft, oft auch von dem Alter des Versicherungsnehmers und der Schadenfreiheitsklasse. Der Beitrag liegt meist zwischen 15€ und 60€ oder richtet sich prozentual nach dem Gesamtbeitrag der Kfz-Versicherung.

Wer ist versichert?

Versichert sind berechtigte Fahrer des Fahrzeugs, also derjenige, der das Fahrzeug lenkt. Die weiteren Insassen sind grundsätzlich im Rahmen der gesetzlichen Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers abgesichert.

Welche Leistungen bietet der Fahrerschutz?

Der Fahrerschutz bietet meist eine Deckungssumme in Höhe von 12 Millionen bis 15 Millionen Euro. Entsprechende Summen lassen sich über eine Unfallversicherung in der Regel nicht versichern. Während die Unfallversicherung nur bei einer festgestellten, dauerhaften Invalidität leistet, ist das beim Fahrerschutz keine Voraussetzung. Der Fahrerschutz leistet darüber hinaus für Verdienstausfall, Schmerzensgeld und Leistungen an Hinterbliebene bis zur Höhe der Deckungssumme, sofern kein anderer Leistungsträger bzw. keine andere Versicherung dafür aufkommt. Der Beitrag ist für die Leistung sehr gering.

Wer sollte einen Fahrerschutz abschließen?

Über eine Fahrerschutzversicherung sollte jeder nachdenken, der noch keine Absicherung über eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine gute Unfallversicherung hat. Die beiden genannten Versicherungen sind stets einem Fahrerschutz vorzuziehen, da sie in jeder Lebenssituation leisten, nicht nur bei einem Verkehrsunfall. Der Fahrerschutz leistet als Ergänzung zusätzlich mit deutlich höheren Deckungssummen und ist zudem im Verhältnis sehr preiswert.

Die Fahrerschutzversicherung ist auch dann sinnvoll, wenn das Fahrzeug regelmäßig von anderen Personen gefahren wird und man sicher gehen möchte, dass diese bei einem Unfall abgesichert sind.

Auch wer mit seinem Fahrzeug privat oder beruflich ständig unterwegs ist, sollte über einen Fahrerschutz nachdenken, da eine erhöhte Unfallwahrscheinlichkeit besteht.

 

Hinterlasse einen Kommentar.

Bitte gib deinen Kommentar ein
Bitte gib deinen Namen hier ein